Das Projekt, mit dem das renommierte Architekturbüro Blocher Partners von einem Kreditinstitut beauftragt wurde, sollte vor allem eins vorweisen: eine einheitliche Formensprache. In enger Zusammenarbeit mit architare und verschiedenen Gewerken aus der Region haben Blocher Partners die verschiedenen Räumlichkeiten – vom Cateringbereich bis zur Führungsetage – in Rekordzeit in ein zeitgenössisches, einladendes Arbeitsumfeld verwandelt. Das Architekturbüro hat gemeinsam mit dem Team rund um architare Geschäftsführerin Barbara Benz und Peter Hauber, Leiter des Projekts, eine Formensprache entwickelt, die den Räumlichkeiten ein angenehmes, modernes Ambiente verleiht. Ohne dabei die DNA einer Bank – Vertrauen, Diskretion und Professionalität – zugunsten starken Designs zu reduzieren.
Die Räumlichkeiten – von der kleinen Pause bis zur großen Entscheidung Catering- und Wartebereiche, Besprechungsräume und Kreativecken, Inseln für den informellen Austausch, Chefzimmer und Assistenzbüros – die Bandbreite an zweckbestimmten Flächen, für die das Interiorkonzept entwickelt wurde, ist vielfältig. „Eine Anforderung an die Gestaltung war unter anderem, das Mobiliar so einzusetzen, dass es flexible Szenarien in kleinen oder größeren Gruppen erlaubt. Egal, ob sich zwei oder drei Mitarbeiter zum schnellen Update treffen, Gäste mit am Tisch sitzen oder ein Abteilungs-Meeting stattfindet, Gesprächsrunden sollen in einer Wohlfühlatmosphäre stattfinden und je nach Bedarf und Anlass durch Sitzmöbel reduzier- oder erweiterbar sein“, so Peter Hauber.
Objekt: Kreditinstitut, Stuttgart | Aufgabe: Möblierung, Unterstützung und Beratung bei der Suche der passenden Möbel, Lieferung und Montage | Fotos: ©Joachim Grothus, Fotograf / Blocher Partners, Architekturbüro

Eine Formensprache, viele Nuancen Auch wenn das Interior des Kreditunternehmens über alle Zimmer hinweg „im Fluss“ sein sollte, erhielt jede Räumlichkeit, je nach Funktion, ihren eigenen optischen und haptischen Charakter. Ein Großteil der Einrichtung stammt von Walter Knoll aus Herrenberg. Das Traditionsunternehmen, das sich anfänglich auf Ledermöbel konzentrierte, bildet nun als „Möbelmarke der Moderne“ das gesamte Einrichtungsspektrum ab und war für dieses Projekt der ideale Partner, um auch gepolstertes Sitzmobiliar, Tische und andere Objekte aus einer Hand zu beziehen.

Materialwahl als Designstatement Hochstühle aus Leder in der Teeküche, informelle Sitzarrangements mit gemütlichen Polstersesseln, geschwungene Polstersofas in Kombination mit Armlehnensesseln, die zu Gesprächen anregen, sowie Besprechungsräume mit Stühlen aus trendigem, mokkafarbenem Leder oder schwarzen Exemplaren mit Rollen – die Sitzoptionen für die Bankmitarbeiter, Kunden und Gäste sind vielfältig. Dem starken Charakter der schwarzen Lederstühle wird durch die warme, helle Holzverkleidung und durch die „Atollo“-Tischlampe von Oluce mit ihrer organischen Form und dem angenehmen Licht Strenge genommen. In den Vorstandszimmern fällt die Wahl ebenfalls häufig auf Ledersessel als Designstatement – „nicht nur, weil es die bevorzugte Materialselektion der Vorstände ist, sondern auch, weil Leder einfach robuster ist“, weiß Peter Hauber. In den Bereichen, in denen informelle Treffen und Kreativmeetings stattfinden, wird mit Stoffen und Polsterungen gearbeitet. Die kleinen Beistelltische „Oota“ von Walter Knoll schaffen durch ihr filigranes Flechtwerk und die runden Glasplatten einen spannenden Materialmix und schönen Kontrast zu den Sesseln.
Sonderanfertigungen – wenn die Farbe den Ton macht Auch wenn dieses Projekt in kürzester Zeit umgesetzt werden sollte, wurden keine Kompromisse in Bezug auf die Stimmigkeit des Designs eingegangen. So entschied man sich beispielsweise dem Farbkonzept zuliebe bei der Bestellung der Schreibtische für Sonderanfertigungen von Walter Knoll. Zum Gelingen trugen zudem andere lokale Handwerksbetriebe bei, die Blocher Partners und architare bei der Gestaltung der Büroräume – zum Beispiel mit maßgefertigten Holzarbeiten – unterstützt haben.





