Vom Lounge-Kino im Souterrain bis zum Zen-Raum für die tägliche Meditation:
Für ein Einfamilienhaus entwickelte Barbara Benz und ihr Team ein durchgängiges Gesamtkonzept. Die neugestalteten Räume entsprechen der Individualität der Architektur ebenso wie den persönlichen Wünschen der Bauherren.
Inspiration für die Neugestaltung: ein Stimmungsbild von Walter Knoll
Nach über 20 Jahren im eigenen Haus wollten die Bauherren ihr Wohnzimmer neuge-stalten. Ausgangspunkt war ein Stimmungsbild von Walter Knoll, das den eleganten „Onsa Chair“ und die Sofalandschaft „Living Landscape“ vor einer Wandvertäfelung aus Nussbaum zeigt.
Beim Vor-Ort-Termin stellte das architare Team jedoch fest, dass das Wohnzimmer nicht separat betrachtet werden könne. Grund hierfür: Der Wohnraum geht im offen gestalteten Erdgeschoss fließend in Küche und Esszimmer über. Zudem passte die nun gewünschte zeitlose Eleganz nicht zur restlichen Einrichtung, in der sich im Laufe der Jahre zu Bauernmöbeln Designklassiker, zu moderne Kunst Sammlungen mit antiken Uhren und Porzellanfiguren gestellt hatten. So war zwar ein liebevoller Stil-Mix entstanden, doch der Einrichtung fehlte der rote Faden.

Für mehr Ruhe und Klarheit: architare entwickelte ein durchgängiges Gesamtkonzept
Unter der Federführung von Barbara Benz entwickelte Van Quynh Le-Bierichein, Mitglied des architare Teams in Stuttgart, ein stimmiges Gesamtkonzept, das der Individualität der Architektur ebenso wie den persönlichen Wünschen der Bauher-ren entspricht. Hierbei ließ sich die Interior Designerin von den Gestaltungsideen des Walter Knoll Bildes inspirieren, definierte jedoch auch einige Räume ganz neu.

„Wir wollen Räume schaffen, die funktional sind. In denen die Bewohner das tun können, was sie am liebsten machen,“ erklärt Van Quynh Le-Bierich. „Deshalb haben wir auch das Spa im Souterrain, das in über 20 Jahren nur zweimal genutzt wurde, eliminiert. Der Raum wurde neu definiert und in ein Heimkino verwandelt.“ Eingerichtet mit blauen Samtvorhängen, weichen Teppichen, Patrica Urquiolas frei kombinier-barem Sofa „Tufty Time“ sowie einem Tischkicker und dem Barschrank von Riva 1920, entstand hier ein elegantes Loungekino aber auch eine coole Party-Location.
Dem Wunsch Platz für große gesellige Runden zu haben, entspricht auch die Ein-richtung des Essbereichs. Mittelpunkt ist der imposante Esstisch „Tadeo“, der in den Werkstätten von Walter Knoll in Sondergröße angefertigt wurde. Er lässt sich bis zu einer Länge von 360 Zentimetern ausziehen. So können problemlos bis zu 16 Personen um ihn herum Platz finden.

„WIR WOLLEN RÄUME SCHAFFEN, DIE FUNKTIONAL SIND. IN DENEN DIE BEWOHNER DAS TUN KÖNNEN, WAS SIE AM LIEBSTEN MACHEN.“



Ein eleganter Rahmen, in dem Designermöbel von Walter Knoll, Moroso und Rimadesio prominente Plätze einnehmen
Die Einrichtung ist auf die jeweiligen Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Zugleich wirkt sie elegant, harmonisch aber auch unglaublich inspirierend. Entscheidend hierfür ist die Wahl der Farben, Materialien, Stoffe aber auch die Anordnung und Komposition der Möbel.
In allen Stockwerken bilden Wandpaneele aus Nussbaum einen stimmungsvollen Fond. Decken und Wände strahlen dazu in Weiß. Die Vorhänge sind in sanftem Beige gehalten, was dem Interieur eine angenehme Leichtigkeit verleiht.
Vor diesem neutralen und doch sehr eleganten Rahmen nehmen Designermöbel wie das in blauem Samt bezogene „Chamfer“ Sofa von Patricia Urquiola, das Bücherregal „Zenit“ von Rimadesio oder die sanft geschwungen Sessel „Bao“ und das lässig-elegante Ledersofa „Jaan Living“ von Walter Knoll prominente Plätze ein. So entstehen Räume, die Ruhe aber auch Dynamik und Spannung ausstrahlen und langfristig wirken und begeistern!

„DAS STRINGENTE GESAMTKONZEPT UND DIE AUSGEWOGENE FARB- UND MATERIALGESTALTUNG SORGEN FÜR RUHE UND KLARHEIT.“

Making of: Planung und Ausführung
Gerade wenn ein Haus komplett neugestaltet wird, ist es sehr schwer, sich die geplante Einrichtung vorzustellen. Die 3D-Visualisierungen, die architare für alle Räume des Hauses anfertigte, veranschaulichen die Entwürfe wirklichkeitsnah und unterscheiden sich kaum vom Endergebnis.
Die Bauherren waren gleich bei der ersten Präsentation von den Gestaltungsideen begeistert und erteilten den Auftrag für die Neugestaltung des gesamten Hauses. Einschließlich der Küche, die architare gemeinsam mit der Firma Steininger realisierte.
architare übernahm zudem die künstlerische Bauleitung, betreute die einzelnen Bauphasen und war Ansprechpartner für alle Gewerke.


